Lehmhäuser. Der Film zeigt, wie sich das Leben der Bewohner von Otjiwarongo mit den Lehmhäusern verbessert.
Nam Otji II Shackbewohner
Noch leben viele Menschen in Otjiwarongo in ärmlichen Hütten aus Welchblech, Holz und Pappe.
Arbeiter gebueckt
Die zukünftigen Bewohner bauen an ihren Häusern selber mit.
Nam Otji II Kindergarten
Die Kinder in Otjiwarongo freuen sich über neue Kindergärten, in denen sie unbeschwert spielen und lernen können.
Nam Otji II Frau_am_Arbeiten
Die Dachziegel aus Leichtbeton werden in einer kleinen Werkstatt selbst gefertigt.
Nam Otji II Familie
Eine von 100 glücklichen Familien in der neuen Wohnsiedlung Orwetoveni.
Lehmhäuser
Frau Namibia
ENGLISH  Zurück zur Übersicht

Lehmhausbau in Otjiwarongo // AUS DEM ARCHIV

In der Armensiedlung Orwetoveni, dem sozialen Brennpunkt der Stadt Otjiwarongo in Zentralnamibia, baut SODI in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der namibischen Nichtregierungsorganisation Clay-House-Project (CHP) 100 Häuser aus selbstgefertigten Lehmziegeln. Für die Familien in den neuen Häusern hat das Leben in den ärmlichen Wellblechhütten ein Ende.

Bookmark and Share

Projektlaufzeit: 01.08.2006 – 31.07.2009

Projektvolumen: 608.512 Euro

Finanzierung:

Förderung durch das BMZ: 459.694 Euro

SODI-Spenden: 56.949 Euro

Anteil von der lokalen Partner: 91.869 Euro

Projektregion: Otjiwarongo, Namibia

Geht man durch das Squattercamp Orwetoveni am Rande der Stadt Otjiwarongo im Zentrum Namibias bietet sich das gewohnte Bild namibischer Elendssiedlungen. Notdürftig zusammengezimmerte Hütten aus Pappe, Wellblech und Holz, Frauen bei der Hausarbeit, einige betrunkene Männer und viele Kinder. Doch plötzlich trifft man auf einen Straßenzug mit bunten Häusern. SODI hat hier in Orwetoveni 160 ökologische Lehmhäuser gemeinsam mit dem CHP errichtet. In dem vierjährigen SODI-Projekt unterstützt durch die Europäische Union konnten die Wohn- und Lebensbedingungen für über 900 Bewohner der Armensiedlung wesentlich verbessert werden.

Doch nach wie vor leben weitere Zehntausende Landflüchtige in ärmlichen Hütten am Rand großer Städte - und jedes Jahr werden es mehr. Deshalb setzt SODI seine Hilfe zur Selbsthilfe mit einem zweiten Vorhaben in ähnlicher Größenordnung fort. Mit Förderung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung werden bis Juli 2009 weitere 100 Häuser und ein Kindergarten gebaut. Die neuen Häuser des Townships leuchten in fast allen Farben des Regenbogens. Jedes der etwa 300 Quadratmeter großen Grundstücke ist inzwischen mit einem kleinen Zaun umgeben, einige der stolzen BesitzerInnen haben Hecken gepflanzt und einen Gemüsegarten angelegt – eine menschliche Umwelt. In den Gesichtern der Bewohner – zumeist alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern und Familienangehörigen – sieht man Stolz, Stolz auf ihr Haus und ihre Mitarbeit beim Bau.

Ein eigenes Dach für arme Familien

Das Projekt kommt 100 armen Familien im Squattercamp von Orwetoveni zugute. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Landflüchtlinge, die ihre Dörfer auf der Suche nach Arbeit, Brot und Zukunft für ihre Kinder verlassen und sich hier in einem rechtlichen Freiraum angesiedelt haben. Ihre Einkommen, die sie größtenteils im informellen Sektor erwirtschaften, liegen unterhalb der Armutsgrenze. Über die Hälfte der Begünstigten sind alleinerziehende Mütter, die mehrere Kinder und oft weitere Familienangehörige versorgen. Der Zielgruppe gehören Menschen unterschiedlicher Ethnien, mehrheitlich Herero und Damara, aber auch Ovambo an.

Stein auf Stein

Die Häuser bieten den schwarzen Familien nicht nur eine solide und sichere Unterkunft. Durch die temperaturausgleichende Eigenschaft des Naturproduktes Lehm wird außerdem ein angenehmes Wohnklima gewährleistet. Auch die in der projekteigenen Werkstatt gefertigten Dachziegel aus Leichtbeton sind für das trocken-heiße Klima Namibias bestens geeignet. Eine dritte umwelt- und geldsparende Technologie die „Otji-Toilette“ ist eine Konstruktion des SODI-Projektleiters und seines CHP Teams. Während die Feuchtigkeit fast vollständig und geruchsarm verdunstet, verwendet man die festen Stoffe zum Düngen der Pflanzen. Dem Markenzeichen "Otji-Toilette" hat die Stadt nach mehrjährigem Test der Trockentoilette zugestimmt.

Alle bauen mit!

Die Stadtverwaltung stellt über zinsgünstige Kredite das Bauland zur Verfügung. Alle künftigen Eigentümer leisten einen finanziellen Eigenbeitrag von 15 Prozent und bauen an ihrem eigenen Haus mit. Dadurch eignen sie sich handwerkliche Fähigkeiten an: Voraussetzung für den Weg aus der Armut. 20 Lehrlinge werden in Zusammenarbeit mit einem Berufsausbildungszentrum als Maurer ausgebildet.

Für einen Euro fünf Steine spenden

Auch die 100 Häuser des neuen Projekts sollen bald in allen Farben leuchten und die Lebensqualität Hunderter Menschen verbessern! SODI muss zum Gelingen des dreijährigen Projektes 80 000 Euro an privaten Spenden einwerben. Das sind 800 Euro für ein Haus inklusive der Materialkosten für Lehmbau- und Dachziegel sowie für das Training der Projektteilnehmer! Für nur einen Euro können fünf Steine produziert werden. Legen Sie mit Ihrer Spende den Grundstein für ein Haus in Otjiwarongo! Auch jede kleine Spende zählt!

Geben Sie einfach Ihren Namen, Ihre Kontonummer und Bankleitzahl auf unseren sicheren und verschlüsselten Seiten ein. Wichtig: Falls Sie projektgebunden spenden möchten, müssen Sie den Verwendungszweck angeben. https://www.sodi.de/donate.php Auf Wunsch können Sie mit einer Patenschaft den Aufbau eines Hauses für eine Familie in Otjiwarongo unterstützen.

Online Community Betterplace

Das Projekt kann auch auf der Plattform betterplace unterstützt werden. Machen auch Sie mit!

betterplace.org


Bookmark and Share
 
Zur Startseite