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20.000 Menschen engagieren sich am Gedenktag für Agent Orange Opfer

Am Gedenktag für Agent Orange Opfer, dem 10.08.2009, fordert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) gemeinsam mit Sebastian Krumbiegel (Sänger der Band „Die Prinzen“), Gesine Lötzsch (MdB) und Stefan Liebich (MdA) Gerechtigkeit und Entschädigung für die Agent Orange Opfer.

Einen Unterschriftenscheck mit 20.000 Unterschriften haben der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) gemeinsam mit Sebastian Krumbiegel (Sänger der Band „Die Prinzen“), Gesine Lötzsch (MdB) und Stefan Liebich (MdA) symbolisch an Herstellerkonzerne des Gifts Agent Orange übergeben. In einer Aktion am Brandenburger Tor forderten sie anlässlich des Internationalen Tages für Agent Orange Opfer die Herstellerfirmen des Giftes, darunter Monsanto, zu Entschädigungszahlungen an Agent Orange Opfer auf. Sie unterstützen damit eine Zivilklage von Agent Orange Opfern vor US-Gerichten.

 

Am 10. August 1961 wurde das Gift zum ersten Mal von der US Air Force eingesetzt. Hergestellt und geliefert wurde das Gift von 36 Chemiekonzernen, unter diesen der heutige Konzern Monsanto, der größte Anbieter von gentechnisch verändertem Saatgut. Ettina Zach von SODI wies auf die Auswirkungen des Giftes hin: "Die Firmen haben über 40 Millionen Liter Agent Orange produziert und an die US-Administration geliefert. Dieses Gift Agent Orange hat über 3 Mio ha Wald und Nutzfläche in Vietnam zerstört." Da Agent Orange das menschliche Erbgut langzeitig schädigt, leiden - auch über 30 Jahre nach Ende des Vietnamkrieges - über 3 Millionen Vietnamesen an Missbildungen, Immundefekten, Krebs und Leberschäden. "Ich habe selbst mit Menschen in Vietnam gesprochen und erfahren, dass sich die Schädigungen bis in die nächsten Generationen ziehen", sagte Sebastian Krumbiegel und forderte zum Protest auf: "Es liegt an uns, diese Sachen aufzudecken."

 

Im Rahmen der Unterschriftenkampagne fordern neben SODI noch 10 weitere Organisationen, Verbände und Vereine die US-Regierung auf, endlich Verantwortung zu übernehmen. Gesine Lötzsch (MdB) betonte, "es wäre ein Zeichen, wenn sich der US-amerikanische Präsident Barack Obama bei den Agent Orange Opfern entschuldigt". Stefan Liebich (MdA) richtete sich an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Außenminister Franz-Walter Steinmeier und forderte sie auf, sich für die Agent Orange Opfer einzusetzen.

 

Informationen zur Kampagne

Informationen zu Selbsthilfeprojekten für Agent Orange Opfer

 

 

Ihre Ansprechpartnerinnen: Ettina Zach, Kampagnen-Koordinatorin, Telefon: 030 928 6177, Email: e. zach@sodi.de sowie Ilona Schleicher, Projektmanagement Asien, Telefon: 030 928 6177, Email: ilona.schleicher@sodi.de

 

Kostenlose Verwendung der Bilder nur unter Angabe der Quelle: SODI

 

 

10.08.2009, von Ettina Zach
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