Deutschland_Daimler_Apartheid

Unterstützen Sie die Kampagne, um Druck auf die Daimler AG aufzubauen und solidarisieren Sie sich mit den Apartheidopfern.

Unterzeichnen Sie online!


Termine und Informationen:


16.06.2010:
Miriam Saage-Maaß (ECCHR)– Schutz deutscher Souveränität und Wirtschaftsinteressen vor Klagen südafrikanischer Apartheidopfer? (Kommentar zur Antwort der Bundesregierung) als pdf

11.06.2010
Radiointerview von Anne Jung über die Kampagne beim "Domradio" als mp3

10.06.2010:
Gottfried Wellmer/Dieter Simon: Fragen und Antworten zur Klage der Apartheid-Opfer. als pdf

10.06.2010:
Gemeinsame Presseerklärung der Kampagne: WM-Start: Daimler – Sponsor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und angeklagt wegen Apartheidgeschäften. als pdf

21.04.2010:
Daimler unterstützte Apartheid. Interview auf „Radio Dreyeckland”

16.04.2010:
Daimler und die Apartheidregierung in Südafrika. Deutsche Welle

14.04.2010:
Start der Kampagne "Star of Apartheid"

14.04.2010:
Der Schmutz am Stern des Autobauers. Klage gegen Daimler in Südafrika.
Videostream des ARD "Nachtmagazin"


14.04.2010:
Gemeinsame Pressemitteilung der Kampagne "Star of Apartheid"

12.04.2010:
Antwortschreiben an Dr. Theo Zwanziger als pdf

09.04.2010 und 13.04.2010:
Pressekonferenzen der Kritischen Aktionäre in Stuttgart und Berlin (u.a. mit Mpho Masemola/Khulumani). Einladung zur Pressekonferenz als pdf

09.04.2010:
Pressemitteilung der Kritischen Aktionäre Daimler als pdf

19.03.2010:
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der LINKEN als pdf

17.03.2010:
Pressemitteilung von Volker Beck (Sprecher für Menschenrechtspolitik, Fraktion Die Grünen)

12.03.2010:
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen als pdf

02.03.2010:
Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zur Khulumani-Klage als pdf


25.02.2010:
Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Khulumani-Klage als pdf


25.01.2010:
Kampagne schreibt an Würzburger Afrika-Festival

05.12.2009:
Daimler und die WM in Südafrika: Brief an Theo Zwanziger als pdf


03.12.2009:
Antwort von Dr. Theo Zwanziger als pdf

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„Star of Apartheid“: Daimler soll zur Verantwortung für Apartheidopfer stehen

Text

Mit der Fußball-Weltmeisterschaft wird Südafrika im Sommer in den medialen Mittelpunkt rücken. Damit aber auch die Vergangenheit des rassistischen Apartheidregimes unter der das Land noch heute leidet. Viele Firmen unterstützten das Apartheidregime – so auch die Daimler AG. Die Kampagne „Star of Apartheid“ unterstützt die Opfer in Ihrem Kampf. Unterzeichnen Sie unseren Aufruf und fordern Sie Daimler zur kritischen Aufarbeitung und Wiedergutmachung auf.


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Der Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika steht unter keinem guten Stern. Das Problem ist nicht das DFB-Team, sondern dessen Hauptsponsor: Mercedes-Benz. Bei SüdafrikanerInnen die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, ruft das Daimler-Logo schlechte Erinnerungen wach.

Zusammen in der Kampagne „Star of Apartheid“ unterstützen die Träger Koordination Südliches Afrika (KOSA), Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), medico international und SODI die südafrikanische Opferorganisation Khulumani Support Group . Seit 1995 fordert Khulumani die Entschädigung für die Opfer der Apartheid. Viele Opfer leben unter prekären sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Auch die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) hatte festgelegt, dass die von ihr beglaubigten 20.000 Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch das Apartheid-Regime finanziell und symbolisch entschädigt werden sollen. Diese Aufforderung ging auch an die Unternehmen, die von der Apartheid profitierten.

Hintergrund: Die Klage

2002 erhoben Khulumani und 91 KlägerInnen – alles Mitglieder von Khulumani – stellvertretend für die Opfer der Apartheid in Südafrika und den betroffenen Nachbarländern eine Klage in New York. Beklagte waren 22 ausländische Konzerne und Banken, die über viele Jahre das Apartheidsystem unterstützt und von ihm profitiert haben.

Im April 2009 wurden Klagen gegen fünf Unternehmen am Bezirksgericht in New York zugelassen. Zu den Beklagten zählen die Daimler AG, Rheinmetall, IBM, General Motors und Ford. Auch die südafrikanische Regierung steht den Klagen seit Sommer 2009 positiver gegenüber und begrüßt die Zulassung der Klage.

Das Verfahren gegen Daimler ist von Brisanz, da Mercedes Benz der Hauptsponsor der deutschen Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaften in Südafrika ist. Darüber wurde auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger informiert und aufgefordert mit Daimler in den Dialog zu treten.

Forderungen an Daimler

Mit der Kampagne „Star of Apartheid“ wird Khulumani in ihren Forderungen an die Daimler AG unterstützt. Dazu zählen die Öffnung der Archive für eine unabhängige kritische Aufarbeitung der Rüstungsexporte und Engagement während der Apartheidzeit sowie eine Wiedergutmachung den Opfern gegenüber. Eine Stiftung soll Apartheidopfer soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Unterstützung ermöglichen.

Neben der juristischen Aufarbeitung der Apartheid-Verbrechen könnte die Klage ein Präzedenzfall zur Durchsetzung von menschenrechtlichen Standards gegenüber internationalen Unternehmen sein.

Die Opfer brauchen Ihre Unterstützung – Unterzeichnen Sie online oder senden Sie eine Postkarte an Daimler

Unterstützen Sie die Kampagne um Druck auf die Daimler AG aufzubauen und solidarisieren Sie sich mit den Apartheidopfern.

Unterzeichnen Sie online den Aufruf an Dr. Dieter Zetsche oder senden Sie eine Postkarte (Download oder kostenlose Bestellung) an Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

Dank

Die Kampagne bedankt sich bei der Unterstützung durch die Stiftung Umverteilen

Text von Andreas Bohne, Projektmanager Afrika

 


Weitere Informationen

Artikel:

Ein Stern beschweigt seine Vergangenheit. Neues Deutschland 08.07.2010.

Der Schatten des Buffels. Hat Daimler das rassistische Regime Südafrikas unterstützt? Spiegel 23/2010, 7.6.2010, S. 50-56.

Erzbischof Thissen: Deutsche Mitverantwortung bei Apartheid.Domradio.de 8.6.2010.

Khulumani Plaintiff Addresses Daimler AGM in Berlin. als PDF Khulumani News Mai 2010

Daimler – Star of Apartheid. KASA Newsletter 01/2010.

Daimlers schlechtes Gewissen. Kritische Aktionäre fordern Kurs auf Grün und Entschädigung von Apartheid-Überlebenden. Neues Deutschland 14.04.2010.

Viele kehrten der Apartheid den Rücken, Daimler blieb. Interview mit Tshepo Madlingozi (Khulumani Support Group). Neues Deutschland 05.02.2010.

Daimler's economic threat. Mail & Guardian 15.01.2010.

Mehrere Auto-Hersteller vor Gericht. Apartheid-Opfer gegen Daimler. TAZ 12.01.2010.

Drohender Schadensersatz. Apartheid-Klage bedroht Daimler. Financial Times Deutschland, 10.01.2010.

Khulumani-Klage: Und sie bewegt sich doch! KASA Newsletter 03/2009.

Tutu supports victims' claim. Times Live 16.10.2005.

Hintergrundinformationen:

Koordination Südliches Afrika: Der Daimler Konzern und die WM 2010.

Anti-Apartheid Bewegung (AAB) (1989): Mit Daimler fährt Apartheit gut.

Klaus Heidel (1987): Kein guter Stern für die Schwarzen. Die Geschäfte von Daimler-Benz im Land der Apartheid.

Facebook-Seite:

WM in Südafrika, aber DAIMLER hat noch eine Rechnung offen!

Kampagnenseite der Khulumani Support Group:

Khulumani Red Card Campaign

Videoclip:

Shame on The Game


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